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Ausstellung Stadt- und Fachwerkmuseum „Alte Universität“

Flickwerk – Upcycling durch die Jahrhunderte

Noch im letzten Jahrhundert waren Reparaturen und Sekundärverwendungen Teil des alltäglichen Lebens und ökonomisch notwendig, um den bäuerlichen Betrieb rentabel zu halten. Heute in Zeiten der Massenproduktion, ist sogenanntes „Upcycling“ nachhaltiges Unternehmenskonzept und erlebt mit „Do it yourself“-Anleitungen im Internet auch im privaten Bereich ein Revival. 

Die Ausstellung zeigt einfallsreiche Gegenstände aus der Sammlung von Frank Dähling, von der mehrmals geflickten Sense über eine extravagante Fliegenklatsche aus einer Schuhsohle bis hin zu kunstvoll geflickten Gläsern, und macht Lust selbst zu tüfteln. 

Im zweiten Teil der Ausstellung wird anhand der Industrialisierungsgeschichte der Übergang vom einfachen Handwerksbetrieb zur Massenproduktion erklärt. Wie man es besser machen kann, zeigen Anleitungen zum selbst tüfteln und Firmen, die sich mit nachhaltigen Produktionskonzepten beschäftigen. An Mitmach-Stationen können Familien selbst aktiv werden und zum Beispiel die Station „Reparatur in der Natur“ erkunden. 

Wer Lust bekommen hat, selbst zu tüfteln, kann in der neu eröffneten Museumswerkstatt an ausgewählten Samstagen Workshops besuchen. Das reiche Begleitprogramm reicht vom Reparaturcafé, das aus Richen zu Besuch ist, über Bastelangebote mit Fahrradschläuchen bis hin zur Flickwerkstatt.  

Zur Person Frank Dähling

Bei zahlreichen Kooperationen unterstützte der Sammler und Wissenschaftler Frank Dähling das Museum über Jahre hinweg, darunter die allererste und erfolgreichste Ausstellung zum Thema Mausefallen. Aber auch Schloss und Schlüssel, Aberglaube oder die Geschichte des Brettstuhls waren Themen, die Eppingen dank seiner Sammlung den Besucherinnen und Besuchern des Stadtmuseums nahebringen konnte. Die Ausstellung „Flickwerk – Upcycling durch die Jahrhunderte“ entstand in enger Zusammenarbeit mit Frank Dähling und zeigt eine Auswahl seiner Sammlung zur Sekundärverwendung und Reparatur. Nach seinem Tod im Sommer 2025 übernahm sein Freund Rainer Scherb, ebenfalls Sammler, die Koordination der Leihgaben.

Die Ausstellung läuft bis einschließlich 01. März 2026 und ist zu den regulären Öffnungszeiten, immer dienstags bis sonntags von 14.00 – 16.00 Uhr, zu erleben. 

Das Workshop-Programm am Wochenende entnehmt ihr der Homepage eppingen-tourismus.de

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