Die Nutzung von Solarenergie als nachhaltige und umweltfreundliche Energiegewinnung gewinnt in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Insbesondere in Baden-Württemberg wird dieser Trend durch gesetzliche Vorgaben vorangetrieben. Für Neubauten gilt eine Photovoltaikpflicht seit 2022. Demnach müssen in der Regel mindestens 60 Prozent der für die Solarnutzung geeigneten Dachfläche mit Photovoltaikmodulen belegt werden.
Ziel ist es, die Energiewende voranzutreiben und den Anteil erneuerbarer Energien nachhaltig zu erhöhen.
Nicht nur Hauseigentümer profitieren von den Vorteilen der Solarenergie. „Auch Mieter haben heute die Möglichkeit, selbst Strom aus Sonnenenergie zu erzeugen – und zwar mit einem sogenannten Balkonkraftwerk, sofern der Balkon nach Süden, Westen oder Osten ausgerichtet ist. Ein Balkonkraftwerk mit Mikrowechselrichter ermöglicht es, den erzeugten Solarstrom direkt im Haushalt zu nutzen.
So können dauerhaft laufende Geräte wie Kühlschrank, Router oder Gefriertruhe tagsüber teilweise mit selbst erzeugter Sonnenenergie betrieben werden. Dadurch sinkt der Strombezug aus dem öffentlichen Netz und die Energiekosten werden reduziert“, so Patrick Kilper, Geschäftsführer der Main Energiekreis GmbH & Co. KG.
In Verbindung mit einem Mikrostromspeicher kann ein Balkonkraftwerk überschüssigen Strom speichern und steht somit auch dann zur Verfügung, wenn die Sonne nicht scheint.
„Schon ein kleines Balkonkraftwerk kann sich lohnen: Zwei Solarmodule erzeugen bei guter Ausrichtung in unserer Region rund 900 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Wird der Solarstrom direkt im Haushalt genutzt – etwa für Kühlschrank, Router oder andere ständig laufende Geräte –, lassen sich davon rund 600 bis 700 Kilowattstunden selbst verbrauchen. Bei aktuellen Stromkosten von etwa 30 Cent pro Kilowattstunde sparen Familien so jährlich rund 200 Euro an Stromkosten.“
Die Investition in ein Balkonkraftwerk macht sich dabei oft schneller bezahlt als viele vermuten. Je nach Anschaffungskosten amortisiert sich eine Anlage mit zwei Modulen häufig bereits nach zwei bis fünf Jahren. Da moderne Solarmodule eine Lebensdauer von mehr als 20 Jahren erreichen, profitieren Haushalte anschließend noch viele Jahre von selbst erzeugtem und kostengünstigem Solarstrom.
„Bei uns gibt es keine Pauschalangebote – jede Anlage wird individuell geplant und genau auf die Wünsche der Kunden abgestimmt“, verspricht der Geschäftsführer, der seit 1997 in der Photovoltaikbranche tätig ist und über umfassende Fachkompetenz verfügt. „So bekommt jeder die Lösung, die wirklich zum eigenen Haushalt passt. Außerdem könnten die Anlagen jederzeit erweitert werden.“
Besonders wichtig sei zudem das Thema Sicherheit: Ein integriertes Sicherheitskonzept sorge dafür, dass die Anlage im Falle einer Überhitzung der Batterie automatisch reagiert und das System zuverlässig geschützt wird.
„Darüber hinaus können wir in dem System auch die Verbrauche intelligent steuern – also zum Beispiel, wann das Elektroauto geladen oder die Spülmaschine gestartet wird, nämlich genau dann, wenn die Sonne scheint. Auch diese Abstimmung übernehmen wir“, so Patrick Kilper.
Er empfiehlt grundsätzlich, bei der Anschaffung einer Photovoltaikanlage auf einen Fachbetrieb zu setzen, um fehlerhafte Anschlüsse zu vermeiden und ein optimal abgestimmtes Energiemanagement zwischen unterschiedlichen Komponentenherstellern sicherzustellen.

