Kreativität steckt in jedem von uns – sie lässt uns Neues entdecken, eigene Ideen entwickeln und uns ausdrücken. Im Atelier Blaue Stunde schafft Nadine Hönes kreative Freiräume für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Familien. Hier darf die eigene Kreativität Raum bekommen und über das freie Gestalten wieder mehr Verbindung zu sich selbst entstehen.
Zappelino im Gespräch mit Nadine.
Was genau erwartet Menschen im Atelier Blaue Stunde? Welche Angebote und Möglichkeiten gibt es?
Im Atelier Blaue Stunde erwarten dich Räume für Begegnung mit Materialien, Farben, Fantasie, dir selbst und anderen. In einer Welt, die oft laut, schnell und fordernd ist, darf es hier stiller werden. Die Angebote reichen von Kursen, Workshops und Malbegleitungen über Ferienprogramme, kreative Geburtstage, Eltern-Kind-Angebote und Atelierabende bis hin zu Frauenkreisen und Retreats.
Was unterscheidet dein Atelier von einem klassischen Kunstkurs?
Bei mir geht es weniger darum, eine bestimmte Technik zu erlernen oder ein vorgegebenes Ergebnis zu erreichen. Natürlich vermittle ich auch Techniken und den Umgang mit unterschiedlichen Materialien. Sie sind jedoch Werkzeug für den eigenen Ausdruck, nicht das eigentliche Ziel. Im Mittelpunkt steht das freie und intuitive Gestalten: experimentieren, spüren und ausprobieren – frei von Leistungsdruck, Vergleich und Bewertung. Nicht „Wie mache ich es richtig?“ ist entscheidend, sondern die Neugier darauf, was entsteht, wenn ich meinem eigenen Ausdruck vertraue. Der Prozess darf führen.
Was beobachtest du bei Menschen, die zunächst sagen „Das kann ich nicht“ – und sich dann doch auf einen kreativen Prozess einlassen?
„Ich kann das nicht“ oder „Ich bin nicht kreativ“ höre ich häufig. Dabei müssen wir Kreativität nicht erst erlernen. Wir tragen sie alle bereits in uns. Oft schieben sich mit der Zeit Bewertung, Vergleich und der eigene Anspruch, etwas richtig oder besonders „schön“ zu machen, dazwischen.
Bühne frei für Kreativität
Umso mehr liebe ich den Moment, wenn der Kopf leiser wird und plötzlich losgelassen wird. Dann wird aus „Ich kann das nicht“ vielleicht gar nicht „Jetzt kann ich es“, sondern: „Ich muss es gar nicht können. Ich darf einfach machen“.
Was möchtest du, dass Menschen mitnehmen, wenn sie dein Atelier verlassen?
Ich wünsche mir, dass Menschen mein Atelier neben ihrem Kunstwerk vor allem mit dem Gefühl verlassen: Ich bin genug und richtig, genauso wie ich bin. Im freien Gestalten erleben wir, der eigenen Intuition zu folgen, Entscheidungen zu treffen und etwas entstehen zu lassen. Dieses Vertrauen in den eigenen Weg darf über das Atelier hinaus wirken. Kreativität kann so Ausdruck, Ventil und ein Zurück zu uns selbst sein.
Was bedeutet Kreativität für dich persönlich – und welche Rolle spielt sie in deinem eigenen Leben?
Kreativität bedeutet für mich viel mehr als Kunst zu machen. Sie ist eine Form, mit mir selbst und dem Leben in Verbindung zu sein. Im Gestalten findet auch das Ausdruck, wofür uns manchmal die Worte fehlen. Kreativität hilft mir zu verarbeiten, loszulassen, mich zu sortieren und neue Blickwinkel zu finden. Aber genauso zu spielen, neugierig und in Bewegung zu bleiben. Sie ist nicht einfach etwas, das ich „mache“, sondern Teil davon, wie ich die Welt wahrnehme, mich ausdrücke und mein Leben gestalte.
Infos: Atelier Blaue Stunde, Nadine Hönes, Unterweiler 1, Künzelsau

