Endlich ist wieder Spargelzeit … kaum ein Gemüse wird so sehnsüchtig erwartet wie er: der Spargel! Ich freue mich auch jedes Jahr wieder total, wenn es wieder losgeht, und teile heute gerne ein paar Ernährungseinblicke aus Ost (Traditionelle Chinesische Medizin) und West (westliche Ernährungswissenschaft) mit dir.
Westliche Wissenschaft: Mehr als nur Genuss
Spargel ist kalorienarm, aber nährstoffreich. Er liefert Folsäure, Vitamin K, die Vitamine B1 und B2 sowie Asparaginsäure – eine Aminosäure, die dem Gemüse seinen charakteristischen Geschmack und seinen Namen gibt. Diese Asparaginsäure unterstützt die Entgiftungsfunktion der Niere und fördert die Harnbildung, weshalb Spargel seit jeher als natürliches Entwässerungsmittel gilt.
Besonders interessant für Frauen in der Lebensmitte: Spargel enthält Inulin, eine Art Ballaststoff, der als Präbiotikum wirkt. Er ernährt die guten Darmbakterien – und ein gesunder Darm spielt eine wichtige Rolle bei der Hormonregulation. Was viele nicht wissen: Östrogen wird im Darm teilweise rückresorbiert oder ausgeschieden. Ein gut funktionierendes Darmmikrobiom kann dabei helfen, dieses Gleichgewicht zu regulieren – und das hat einen Einfluss auf dein Wohlbefinden.
Was die Traditionelle Chinesische Medizin sagt
Aus der ganzheitlichen Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) zählt Spargel zu den kühlenden, feuchtigkeitsspendenden Lebensmitteln. Damit ist gemeint, dass er unseren Körper bei innerer Hitze und Trockenheit unterstützen kann – genau das, was viele Frauen in den Wechseljahren kennen: Hitzewallungen, trockene Haut und innere Unruhe.
Aber nicht nur in den Wechseljahren: Auch ständiges Überfunktionieren, das Gefühl, im Hamsterrad zu stecken, Überforderung und Erschöpfung können innere Hitze erzeugen – wie ein Motor, der heiß läuft. Kühlende Lebensmittel wie Spargel sind dann eine wohltuende Unterstützung von innen.
Und das Beste ist: In der TCM gehört Spargel zum Erd-Element – und das ist mir als Gesundheitscoach für Ernährung und Psyche besonders wichtig. Denn das Erd-Element steht für unsere „Mitte“ – für Stabilität, Erdung und innere Stärke. Mit Lebensmitteln aus diesem Element nähren wir nicht nur den Körper, sondern auch die Seele. Und eine starke Mitte schmeißt so schnell nichts um.
Und weil Genuss die beste Motivation ist …
… gibt es heute dazu mein Lieblingsrezept der Saison: eine herzhafte Schinken-Spargel-Quiche mit Parmesan. Einfach, gelingsicher und ein echter Hingucker – ob als Mittagessen, für den nächsten Brunch oder als entspanntes Abendessen.
Guten Appetit!
Wenn du die TCM spannend findest und dir mit den passenden Lebensmitteln gezielt Gutes tun möchtest, melde dich gerne für ein kostenloses Kennenlerngespräch: mail@simone-weiss.de – ich freue mich auf dich!
Vorbereitung
Mehl, Salz und kalte Butter (in Stücken) mit einem Rührgerät vermengen. Ei und Wasser zugeben und zügig zu einem glatten Teig kneten. In Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten kühl stellen.
Spargel waschen, holzige Enden abschneiden, das untere Drittel schälen und in ca. 4 cm lange Stücke schneiden. Drei Minuten in Salzwasser blanchieren und anschließend kalt abschrecken.
Zubereitung
Den Backofen auf 160 °C Umluft vorheizen. Eine Quicheform mit etwas Öl einfetten.
Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen, in die Form legen und den Rand andrücken. Den Boden mehrfach mit einer Gabel einstechen.
Die Schinkenstreifen auf dem Teigboden verteilen und die Spargelstücke darauflegen.
Eier, Sahne, Milch, Senf, Salz, Pfeffer und Muskat mit einem Schneebesen gut verquirlen. Die Mischung über die Füllung gießen und gleichmäßig verteilen. Parmesan darüberstreuen.
Die Quiche etwa 35 bis 40 Minuten backen, bis die Crème royale gestockt und die Oberfläche goldgelb ist.
Guten Appetit!
Ein Beitrag von Simone Weiß, Gesundheitscoach für Ernährung und Psyche.
Ernährungstipps und Kurse: www.simone-weiss.de



