Sanft, spielerisch und wirksam
ypnose ist eine fundierte und bewährte Methode, die auch bei Kindern wirksam ist. Kinder können durch ihre natürliche Vorstellungskraft, Offenheit und Fantasie besonders leicht in einen entspannten, fokussierten Zustand gelangen und dabei ihre eigenen Ressourcen, Stärken und Lösungsbilder aktivieren. Immer mehr Eltern nutzen Hypnose als sanfte Unterstützung bei Ängsten, Unsicherheiten, Schulstress oder Schlafproblemen. In diesem Interview spricht Perdita Schmidt von „Hypnose hilft mir“ darüber, wie Hypnose für Kinder wirkt und wie Eltern den Prozess begleiten können.
Wie bist du dazu gekommen, dich auf Kinderhypnose zu spezialisieren?
Als Mutter kenne ich die Sorgen von Eltern und wie Probleme das Familienleben belasten können. Als ich die Kinderhypnose entdeckte, war ich sofort begeistert von den vielfältigen und kindgerechten Einsatzmöglichkeiten – z. B. bei Wutanfällen, Ängsten, Lernblockaden oder Schlafproblemen. Kinder erleben täglich natürliche Trancezustände beim Spielen, Lesen oder Tagträumen. Diese nutzen wir in der Hypnose, etwa indem sie den Text des Lieblingsliedes mehrmals aufsagen und schon sind sie in natürlicher Trance. Darauf folgt die Hypnose in Form einer spannenden, individuell auf das Thema und die Vorlieben abgestimmten Geschichte, begleitet von sanfter Musik. So können Ängste oder belastende Erlebnisse schon in der Kindheit behutsam verarbeitet und gelöst werden.
Worin unterscheidet sich Hypnose für Kinder von der Arbeit mit Erwachsenen?
Mit Kindern ist jede Sitzung spannend, da unvorhersehbare Situationen auftreten können – sie stehen auf, brauchen ihre Eltern dabei oder stellen Fragen wie „Warum fliegt das Ufo da lang?“ Kinder sprechen sehr gut auf Hypnose an, haben Spaß dabei und Erfolge zeigen sich oft schnell.
Ab welchem Alter ist Hypnose sinnvoll, und bei welchen Themen hilft sie besonders?
Ab etwa 6 Jahren, da die Kinder gut interagieren können. Jüngere Kinder können über Hypnosetools für Eltern oder Audioanleitungen unterstützt werden (Hypnoparenting). Besonders hilfreich ist Hypnose bei Lernblockaden, Konzentrationsproblemen, Prüfungsangst, Schulstress oder emotionalen Schwierigkeiten.
Wie gestaltest du eine Hypnosesitzung für Kinder, damit sie sich sicher fühlen?
Zuerst baue ich Vertrauen auf, z. B. über die Handpuppe Dr. Henry. Kinder dürfen sich einen „magischen Zauberstein“ aussuchen, der während der Hypnose als „Anker“ für Gefühle wie Ruhe dient. Alles, was sie erzählen, bleibt vertraulich. Die Anamnese mit den Eltern erfolgt vor dem Termin und nicht vor dem Kind. Die Eltern warten während der Sitzung meist im Wartezimmer, sodass das Kind Nähe und Sicherheit spürt.
Kannst du ein Beispiel nennen, wie Kinder von Hypnose profitieren?
Ein neunjähriger Junge hatte starke Verlustängste und konnte nie alleine mit dem Babysitter bleiben. Mit Hypnose entdeckten wir, dass er als Fünfjähriger den Tod seines Opas miterlebt hatte. Dieses Trauma konnte mit der Hypnose aufgelöst werden, und zwei Wochen später konnten die Eltern erstmals wieder ausgehen.
Welche Vorbehalte begegnen dir bei Eltern, und wie gehst du damit um?
Viele Eltern fürchten, dass ihr Kind unter Hypnose bewusstlos wird oder die Kontrolle verliert – beides stimmt nicht. Kinder bleiben jederzeit wach und ihre Sinne sind sogar geschärft. Meist merken sie gar nicht, dass sie in Trance waren; sie haben einfach konzentriert zugehört und sich in die Geschichte hineingefühlt.
Montag bis Freitag: 9.00 – 15.00 Uhr
Freitag bis 17:00 Uhr, Online Sprechstunde oder in den Räumen in Heilbronn (nähe Bahnhof), Mannheim oder Schwäbisch Hall.
https://www.hypnose-hilft-mir.de
hypnosehilft@gmx.de


