Abenteuer Jura: Entdecken, staunen, mitmachen im Urweltsteinbruch Holzmaden
Der Urweltsteinbruch Holzmaden gehört zu den bedeutendsten Fossilienfundstellen weltweit. In den Ölschiefer-Schichten, die rund 180 Millionen Jahre alt sind und aus der Zeit des frühen Jura stammen, werden bis heute außergewöhnlich gut erhaltene Fossilien entdeckt – darunter Fischsaurier, Ammoniten, Seelilien und zahlreiche andere Meeresbewohner. Der Urweltsteinbruch eröffnet einen faszinierenden Blick in eine längst vergangene Unterwasserwelt, die einst große Teile Süddeutschlands bedeckte.
Besucherinnen und Besucher können hier nicht nur spektakuläre Funde bestaunen, sondern auch selbst nach Fossilien suchen und so ein Stück Erdgeschichte unmittelbar erleben. Im Gespräch mit Camilla Guhr, Leiterin des Urweltsteinbruchs Holzmaden.
Was macht den Urweltsteinbruch Holzmaden zu einer so besonderen Fossilienfundstelle?
Der Urweltsteinbruch Holzmaden ist eine herausragende Fossilienfundstelle, die vor allem durch die außergewöhnliche Erhaltung von Fossilien, einschließlich Haut- und Weichteilen, besticht. Diese einzigartige Konservierung bietet faszinierende Einblicke in das Leben vor etwa 180 Millionen Jahren.
Heute können im Steinbruch noch Fossilien von Meeresbewohnern wie Ammoniten, Belemniten, Fischresten und sogar Krokodilzähnen gefunden werden. Aufgrund dieser außergewöhnlichen Funde ist Holzmaden weltweit bekannt und zählt zu den bedeutendsten Fundstellen aus der Jura-Zeit.
Welche spektakulären Funde wurden hier in den letzten Jahren gemacht?
In den letzten Jahren wurden im Urweltsteinbruch Holzmaden beeindruckende Funde gemacht. Besucher hatten das Glück, Reste von Fischen, Krokodilzähne sowie Kristalle aus Pyrit und Calcit zu finden. Diese Funde machen den Steinbruch weiterhin zu einem bedeutenden und spannenden Ort für Fossilienliebhaber.
Welche Rolle spielt der Steinbruch heute für Forschung und Wissenschaft?
Funde aus Holzmaden werden regelmäßig wissenschaftlich untersucht, zum Beispiel in Zusammenarbeit mit geologischen und paläontologischen Instituten.
Der Steinbruch ist auch wichtig für die Ausbildung und Nachwuchsforschung, beispielsweise für Exkursionen von Universitäten.
Wie läuft eine Fossiliensuche im Steinbruch konkret ab? Können Besucher selbst etwas finden?
Die Fossilien stecken im sogenannten Posidonienschiefer, einem sehr fein geschichteten Gestein. So läuft die Suche ab: Man sucht sich eine geeignete Schieferplatte. Mit Hammer und Meißel wird die Platte vorsichtig bearbeitet, indem der Schiefer entlang der natürlichen Schichten gespalten wird.
In der Regel geht kein Besucher ohne tolle Funde nach Hause.
Ammoniten und Belemniten sind sehr häufige Funde, ebenso wie das glitzernde Katzengold.
Wie wichtig ist der Steinbruch für die Region und den Tourismus?
Der Urweltsteinbruch Holzmaden ist für die Region rund um Holzmaden und die Schwäbische Alb touristisch sehr wichtig. Er verbindet Wissenschaft, Bildung und Freizeit und zieht jedes Jahr viele Besucher an.
Welchen Fund würden Sie als Ihren persönlich spannendsten oder emotionalsten Moment beschreiben?
Mein Gänsehaut-Moment ist jedes Mal der einfache Schlag auf einen Stein in unserem Steinbruch, wenn eine Millionen Jahre alte Geschichte sichtbar wird. Egal ob es sich dabei um einen Ammoniten, Belemniten oder einen Ichthyosaurier handelt.
Gemeinsam mit Zappelino sprechen Sie besonders Familien und Kinder an. Welche Rolle spielt diese Zusammenarbeit dabei?
Gemeinsam sind wir speziell auf die Bedürfnisse von Familien ausgerichtet und fördern gemeinsame Erlebnisse. In der Zusammenarbeit helfen wir Familien dabei, ihre Freizeit sinnvoll zu planen und zu erleben und somit Spaß und Lernen zu verbinden. Wir freuen uns sehr über diese Kooperation!
Info: www.urweltsteinbruch.de

